Ton aus Plessa

Rohstoffe aus der Region für die Region

 
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Geschichte

Alte Verladestation
Erster Tonabbau
Ziegelei

1914

Die Entwicklung der Tonförderung ist eng mit dem Braunkohlenbergbau verbunden. Bereits ab 1854 wurde in der Region Braunkohle zunächst unter Tage, später auch über Tage abgebaut.

 

Der Verwaltungssitz der KERATON befindet sich selbst auf historischem Gelände. Hier entstand 1912/14 eine von Reinhold Ahlsdorf errichtete Ziegelei. Der Abbau der erforderlichen Lehme und Sande erfolgte direkt hinter dem Betriebsgelände.

1924

Die nahe gelegenen Braunkohletagebaue sowie eine Brikettfabrik und ein Kraftwerk haben dafür gesorgt, dass die Gemeinde ihre heutige Ausdehnung erreichen konnte. Der Plessaer Bergwerksdirektor Friedrich von Delius ließ 1924 nach eigenen Plänen die erste Abraumförderbrücke der Welt in der Grube „Agnes“ in Plessa in Betrieb nehmen.

1938

Die Zeigelei Plessa wird durch die Kommanditgesellschaft Richter und Weichelt übernommen. Der Betrieb lag insgesamt 12 Jahre ab 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg still, da die Maschinen zur Ziegelproduktion in Gröden eingesetzt wurden.

1957

Mit Nachdruck verkaufte Karl Möller die Ziegelei nebst Grundbesitz an den Rat des Kreises Bad Liebenwerda. Die Ziegelei wurde ab 1957 in verschiedenen Volkseigene Betrieben (VEB) eingegliedert und gehörte schließlich ab 1964 zum VEB Klinkerwerke Großräschen. Bis in die späten 1970er Jahre wurden hier Ziegel und Klinker produziert. Zudem erfolgte der Verkauf in Sand.

1960

Parallel zur Ziegelproduktion wurde der Tonabbau erschlossen. Mittels Eimerkettenbagger wurde Ton gewonnen, nachdem die Tonabbauflächen vom VEB Braunkohlenwerk Plessa an das Baustoffkombinat Haida, Betriebsteil Plessa abgegeben wurden. 1972 wurde der alte Eimerkettenbagger durch einen neuen EB 35 ersetzt. Der Abtransport erfolgte über die Verladung am Bahnhof Plessa. In Eigeninitiative wurde 1976 ein Verladegleis hinter dem Kraftwerk Plessa errichtet, im Jahr 1988 erfolgte die Verlegung des Verladegleis bis an die Nordstraße.

1978

Es erfolgte aufgrund von Investitionsstau und Überalterung der Maschinen der letzte Ziegelbrand.

1992

Nach Einstellung der Ziegelproduktion wurde die Gewinnung und Aufbereitung von Tonen weiterhin betrieben. Im Jahre 1992 wurde das Unternehmen reprivatisiert durch die Familie Koch als Nachfahren von Karl Möller.

1994

Die damaligen Gesellschafter ermöglichten durch erhebliche Investitionen die schrittweise Modernisierung der Anlagen zur Tongewinnung und Aufbereitung. Die Tonveredlungsanlage wurde im Tontagebau Plessa errichtet.

2000

Umstellung der Tongewinnung von Eimerkettenbagger auf mobile Kettenbagger und Allradtransporttechnik.

2005

Seit einem erfolgreichen Management-Buy-Out im Jahr 2005 arbeitet das Unternehmen unter der Firmierung KERATON Kies- und Tongruben GmbH. Seitdem ist Herr Schröder geschäftsführender Gesellschafter.

Investition 1994
Geschichte
Alte Förderbandanlage