Ton aus Plessa

Rohstoffe aus der Region für die Region

 
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Entwicklung puzzolanischer Betonzusatzstoffe aus kalzinierten Ziegeltonen – Optimierung von Rohmehlzusammensetzung und Kalzinierungsbedingungen

 

Projektform: KMU-Innovativ – Ressourcen und Energieeffizienz mit dem Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

 

Projektlaufzeit: Dezember 2016 bis November 2019

 

Projektpartner:

  • Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM); Fachbereich 7.4 Baustofftechnologie

  • Zementwerk Berlin GmbH & Co. KG (assoziierter Partner)

 

Ziel des beantragten Vorhabens ist die Entwicklung puzzolanischer Betonzusatzstoffe aus mitteldeutschen Lagerstättentonen (v. a. Ziegeltonen). Diese Tone finden derzeit u. a. zur Ziegelherstellung Verwendung. Wegen sinkender Nachfrage in diesem Bereich werden sie verstärkt auch für den Deichbau und für Deponieabdichtungen eingesetzt. Im Vorhaben sollen die Tone durch thermische Behandlung (Kalzinieren; die kalzinierten Tone heißen „Metatone“) und anschließendes Mahlen aktiviert, d. h. in einen reaktiven Zustand überführt werden. Hierbei ist es insbesondere Ziel, durch Entwicklung von geeigneten Tonmischungen Optima hinsichtlich Kalzinierungstemperatur, Kosten und Reaktivität zu finden. Im aktiven Zustand können die Tone in Betonen und Zementen als Zusatzstoff bzw. Hauptbestandteil verwendet werden, d. h. es kann Klinker im Zement durch kalzinierte Tone ausgetauscht werden, gleichzeitig können die technischen Eigenschaften des erhärteten Betons verbessert werden. Durch Verringerung des Klinkeranteils im Zement („Klinkerfaktor“) werden der Bedarf an Primärenergie und Rohstoffen für die Zementherstellung sowie die hiermit verbundenen Kohlenstoffdioxid-Emissionen erheblich verringert. Die Energieeffizienz der Baustoffbranche als Ganzes wird somit signifikant verbessert. Gleichzeitig werden die Tone einer – im Vergleich zu Ziegelherstellung und Abdichtung – höherwertigen Nutzung zugeführt, d. h., anstatt die Tone als Ausgangs bzw. Füllstoff zu nutzen, werden sie durch die Arbeitsschritte Mischen, Kalzinieren und Mahlen zu reaktiven Komponenten des Betons/Zements, was sich auch in den erzielbaren Preisen widerspiegelt.

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussion, der zurückgehenden Anfallmengen an konventionellen Betonzusatzstoffen sowie aufgrund der gestiegenen Anforderungen an die technische Leistungsfähigkeit moderner Baustoffe rücken neue puzzolanische Materialien in jüngerer Zeit immer stärker in den Fokus des Interesses der Beton- und Zementindustrie.

 

Das Projekt als PDF

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